kr. Eckenhagen. "Dank des
schönen Herbstwetters waren am Wochenende mehrere Hundert
Besucher hier und unzählige Portionen Sauerkraut mit Kassler
und Püree wurden verkauft", so Helmut Engels,
Vorsitzender des Heimatvereins Eckenhagen.
Am Heimatmuseum in Eckenhagen drehtes sich beim legendären
Kappesfest alles um das Sauerkraut.
Vom Kappes über Sauerkraut-Marmelade und eingelegtem
Sauerkraut gab es neben den vielen Köstlichkeiten auch
Informationen rund ums Kraut.
Das Team des Heimatvereins Eckenhagen "schaawte"
(hobelte) Anfang Oktober 35 Zentner biologisch angebauten
Weißkohl und schichtete ihn in Steingutfässern auf.
Die einzigen Zugaben waren Wasser sowie Salz - und die Gärung
begann unmittelbar.
Bis zum Aktionswochenende wurde täglich Schaum
abgeschöpft und Wasser nachgegossen.
In Deutschland machten sich im späten Mittelalter die
Mönche diese Methode zunutze und legten Weißkohl ein.
Dieses "Haltbarmachen" half , die harten Winter zu
überstehen und erhöhte, dank der extra Portion der
Vitamine B, C und K, die Abwehrkraft des Körpers.
Am Wochenende standen die Leute Schlange, um ein Eimerchen
Sauerkraut zu ergattern oder eine Portion Kraut mit Kasseler und
Püree sofort zu genießen.
"Wenn wir einschneien, sind wir versorgt", sagten
Hildegard Köster und Renate Dörner aus Eckenhagen und
kauften drei Eimer des gesunden Krautes.
Außer Kraut wurde Honig direkt vom Imker, Wurstwaren vom
Bio-Bauern, handgefertigte Seifen und Schmuck, Adventsgestecke,
Weihnachtsdekoration und frisches Steinofenbrot angeboten.



