us. Wiehl. "Dies ist ein Werk, das in jeden Wiehler Bücherschrank gehört". Mit seiner Einschätzung zum Erscheinen des zweiten Bandes der "Wiehl Chronik" sprach der Vorstandsvorsitzende der Sparkasse der Homburgischen Gemeinden, Manfred Bösinghaus, den vielen Gästen, die zur Buchvorstellung ins Forum des Kreditinstituts gekommen waren, aus dem Herzen.
Auf 400 Seiten dokumentiert der frühere OVZ-Journalist Dieter
Lange die Entwicklung der Stadt Wiehl und der ehemaligen Gemeinden
Wiehl und Drabenderhöhe/Bielstein von 1918 bis 2010. Die mit
200 Fotos bebilderte geschichtliche Sammlung ermöglicht einen
chronologischen Einblick in historische, politische, soziale und
ökonomische Verläufe der Region.
Gegliedert in drei Hauptteile, beginnt der Autor mit der
Aufarbeitung der Weimarer Republik bis zum Ende des 2. Weltkrieges,
gefolgt von der Entwicklung der Gemeinden Wiehl und
Drabenderhöhe/Bielstein bis zum Zusammenschluss am 1. Juli
1969. Den Abschluss bildet der Rückblick auf die folgenden
Jahre. Die Wiedergabe beschränkt sich keinesfalls auf die
trockene Reproduktion bekannter Tatsachen, sondern erhellt die
Wiehler Geschichte mit Einblicken in Stimmungslagen der
Bevölkerung und detailliertem Zahlenmaterial.
Der Autor schafft es, selbst komplexe Sachverhalte interessant und
verständlich zu schildern. Das facettenreiche Nachschlagewerk
"zeichnet auf, wo wir herkommen, wer wir sind und wie alles
entstanden ist", lobte Wiehls Bürgermeister Werner
Becker-Blonigen. Zusammen mit Maik Adomeit, dem Vorsitzenden des
Heimatvereins, dankte er den Wiehler Bankinstituten, sowie
Christian Peter Kotz für die finanzielle
Unterstützung.
Nach Herausgabe des ersten Chronik-Bandes, der den Zeitraum der
urkundlichen Ersterwähnung von 1131 bis 1920 umfasste und im
Jahr 2001 vom Historiker Ulrich Melk vorgelegt wurde, war das
Wiehler Urgestein Wilfried Bergerhoff die treibende Kraft, die sich
unermüdlich für die Fortsetzung des Projektes einsetzte.
In Zusammenarbeit mit Dieter Lange arbeitete er bis kurz vor seinem
Tod maßgeblich an der Chronik mit, so dass der vorliegende
Band ihm gewidmet ist. Dank der Lektorentätigkeit von Dr.
Dieter Fuchs konnte die Wiehl Chronik nun fertiggestellt
werden.


