sd.Wipperfürth. Wer einmal besonders
schöne Weihnachtskrippen sehen möchte, sollte sich die
Ausstellung des bergischen Krippenbauers Edgar Mais in
Wipperfürth-Bühlstahl nicht entgehen lassen. Bereits seit
20 Jahren baut der Schreinermeister dort seine edlen
Weihnachtskrippen.
"Nachdem ich vor vielen Jahren zu Weihnachten Spaß daran
hatte eine Krippe für mich selbst zu bauen, wurden daraus mit
der Zeit immer mehr", sagt Edgar Mais. Und so sollte schnell
die erste Ausstellung mit den handgefertigten Krippen stattfinden -
damals noch im Pfarrheim von Agathaberg.
Schnell sprach sich herum, dass Edgar Mais die schönen Modelle
über die Darstellung der Geburt Christi anfertigte. Und auf
ihn aufmerksam wurde einst sogar die Touristikgesellschaft Oberberg
und Rhein-Berg, für die der Modellbauer aus der bergischen
Heimat auf der Reisemesse in Köln fleißig schnitzte.
"Dort hatte man sogar meine eigene Hobelbank aufgebaut, damit
ich vor den Augen der Messebesucher Krippen bauen konnte",
sagt der Rentner heute. Was sich für die Werbung der
bergischen Heimat als enorm gut erwies, denn vor allem Besucher aus
dem Rheinland und Tagesausflügler sollten auf die Region
aufmerksam gemacht werden. Heute besuchen den bergischen
Krippenbauer Menschen aus der ganzen Region:
Remscheid, Wuppertal, Köln oder Leverkusen. Alle wollen sehen,
staunen und natürlich auch kaufen. Rund 10 bis 12 Stunden
dauert der Bau einer Weihnachtskrippe. "Je nach
Größe und Aufwand können es auch bis zu 20 Stunden
sein", sagt der routinierte Weihnachts-Schnitzer.
Ausschließlich heimische Hölzer, wie Eiche und Fichte,
verwendet Edgar Mais für seine Modelle, die er aus dem
nahegelegenen Sägewerk bezieht. Dann werden Holzbalken,
Wände, Dachschindeln und weitere Modellmaterialien für
die Krippe angefertigt.
Auch Sonderwünsche und Auftragsarbeiten nimmt der Krippenprofi
entgegen. "Ein Kunde wünschte sich einmal einen
Modellesel mit Stroh und Holz auf dem Rücken, da muss ich dann
improvisieren", sagt Mais.
Die edlen und handgemachten Krippenfiguren für seine Modelle
schnitzt Mais allerdings nicht selbst, diese bezieht er als
Rohlinge von einer Schnitzerei aus Südtirol. Weitere Figuren
stammen von Spezial-Händlern aus Kevelaer.
Die fertigen Krippen stellt Edgar Mais dann jedes Jahr ab Mitte
November bis zum Heiligen Abend in Wipperfürth-Bühlstahl
aus. Bis zu 40 Krippen verkauft er jede Saison, unterstützt
wird er von seiner Ehefrau Marianne, die für die filigrane
Dekorationsarbeit zuständig ist: kleine Brunnen,
Vogelhäuschen, Zäune, Moos, Stroh und weitere Details
werden von ihr angefertigt
Auch Zubehörteile, wie kleine Glühlämpchen,
Elektro-Trafos, Accessoires rund um die Weihnachtskrippe sind zudem
bei Edgar Mais erhältlich.
Ein breites Kundenklientel versorgt der bergische Krippenbauer
mittlerweile: eben Privatpersonen verkauft er die Modelle an
Krankenhäuser, Pflegeheime, Hotels und Restaurants. Besonders
beliebt sind die Krippen, die Edgar Mais in bergischem Fachwerk
anfertigt. Die "Urkrippe" im orientalischen Stil dagegen
wird eher selten verkauft. Wer sich selbst einmal ein Bild von den
Krippen des bergischen Krippenmeisters Edgar Mais machen
möchte, kann von Montags bis Freitags von 14 bis 17 Uhr sowie
Samstags und Sonntags von 11 bis 17 Uhr vorbeischauen.
Weihnachtskrippenbau Mais - Bühlstahl 2 - 51688
Wipperfürth - 0 22 67/76 46.
Bergische Krippen aus Meisterhand
Edgar Mais aus Bühlstahl ist seit 20 Jahren der Fachmann
Letzte Änderung: Freitag, 23.12.2011 10:34 Uhr
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