sd. Marienheide. Schon seit Generationen
wird in Oberberg innerhalb des Vereins- und Schützenwesens
Schießsport betrieben - rund 30 Mitgliedsvereine zählen
zum Oberbergischen Schützenbund (OSB).
Damit möglichst viele Nachwuchsschützen dem
Schießsport erhalten bleiben, gilt es, vor allem Kinder und
Jugendliche für das Schießen auf die runden Zielscheiben
zu begeistern.
Die gesetzliche Altersbeschränkung sieht vor, dass Kinder und
Jugendliche von sechs bis zwölf Jahren vor allem aus
Gründen der Sicherheit nicht mit scharfer Munition trainieren
dürfen.
Aus diesem Grund präsentierten die Vertreter des OSB auf dem
Schießstand des SV Marienheide ein neues System. Der so
genannte "Lichtpunktsamulator" - so der Produktname -
ermöglicht das uneingeschränkte Trainieren für
Entfernungen zwischen vier und zehn Metern in geschlossenen
Anlagen. Schüsse und Schussbilder werden dabei lediglich durch
Infrarot-Lichtsignale simuliert und realistisch auf einem
Computerbildschirm dargestellt - den stilechten Sound
gewährleistet ein akustischer Schuss. "Dafür sorgt
ein Sensor im Gewehr und ein Empfänger im Ziel. Das erzielte
Schussbild wird dann auf dem PC angezeigt", erläutert
Dirk Kirchhof von der Schießkommission des OSB.
"Seit Ende des letzten Jahres haben wir das neue Gerät
und jeder Verein, der dem OSB angehört, kann das System
für bestimmte Events mieten", so Kirchhof weiter. Und
für die Zukunft sind sogar eigene Wettbewerbe mit dem
Lichtpunktsamulator geplant.
"Uns schwebt vor, später ein eigenes Pokalschießen
für alle Kinder- und Jugendlichen zwischen sechs und
zwölf Jahren auszurichten", erläutert Kirchhof. Rund
2.000 Euro kostete die Anlage mitsamt des dazu benötigten
PC-Notebooks, die von der Kreissparkasse Köln sowie der
Sparkasse Gummerbach-Bergneustadt gesponsert wurde.
Die Investition soll sich lohnen. "Wir haben über
8.000 aktive Schützen im OSB, davon sind zahlreiche
Jugendliche aktiv und der Nachwuchs soll auch weiterhin an den
Schießsport herangeführt werden", sagt Klaus
Büser, Präsident des OSB.


