cf. Oberberg. Bereits in vorchristlicher
Zeit gab es Frühlings- und Fruchtbarkeitsfeste. Das
christliche Osterfest knüpft an das jüdische Passahfest
an. Das Passahfest wird im Frühling als Erinnerungsfest an den
Auszug aus dem "jüdischen Sklavenhaus" gefeiert.
Ostern als christliches Fest der Auferstehung Jesu ist aus einem
Gemisch alter Traditionen entstanden, das mit christlichem Leben
gefüllt wurde.
Viele Bräuche ranken sich um das Fest. Bunte Ostereier sind
ein Muss. Sie haben eine lange Tradition.
Im Mittelalter war es den gläubigen Christen von der Kirche
verboten, Eier und Eierspeisen zu sich zu nehmen, da sie zu den
Fleischspeisen gerechnet wurden. Dies hatte zur Folge, dass sich in
den Wochen vor Ostern viele Eier ansammelten.
Damit wurde einerseits die zu Ostern fällige Pacht in Form
von Naturalien beglichen, andererseits waren die Eier symbolhafte
Geschenke. Während die Pachteier meist haltbar gemachte
eingelegte Soleier waren, kochte man die "Schenkeier" und
verzierte sie mit unterschiedlichsten Techniken. Die christlichen
Ostereier symbolisieren das neue Leben, das die - wie tot
aussehende - Eierschale immer wieder durchbricht, wie Jesus Tod und
Grab überwand.
Neben den bunten Ostereiern ist der Osterhase nicht wegzudenken.
Wahrscheinlich ist der Hase, ähnlich wie die Eier, als
Zinsabgabe im Frühjahr genutzt worden.
In der christlichen Symbolik könnte der Hase wegen der
frühen Geburten - oft noch bei Schnee und winterlicher
Kälte - als Bild des Lebens gedeutet werden, das alle
Winterkälte und Dunkelheit überwindet.
Wie der Hase zu den Ostereiern kam ist nicht belegbar. In der Moselgegend gibt es einen Spruch, der die Verbindung ein wenig auf die Schippe nimmt: Die Mutter färbt die Eier, der Vater legt sie ins Gras. Dann meinen die dummen Kinder, das wär der Osterhas'.


