Glaube als Triebfeder

Adele-Zay Hilfsverein feierte 50-jähriges Bestehen.

us. Drabenderhöhe. Zu Beginn des Festaktes zur 50-Jahr-Feier des Hilfsvereins "Adele Zay" im Kulturhaus Drabenderhöhe-Siebenbürgen stimmten die Gäste mit dem Choral "Großer Gott wir loben dich" ein musikalisches Gotteslob an. "Mit diesem Lob stehen wir in der Tradition unserer Vorfahren", betonte der erste Vorsitzende, Kurt Franchy und hieß zahlreiche Ehrengäste aus Lokal-, Landes-und Bundespolitik, Kirchen, Verbänden, Banken und Ortsvereinen willkommen.
Rückblickend erinnerte er an die Gründung des Siebenbürger-sächsischen Hilfsvereins am 10. Februar 1962 in der neuen Siedlung Drabenderhöhe.

Ziel der Gründerväter war die Betreuung bedürftiger Menschen auf der Grundlage des christlichen Selbstverständnisses sowie die Bewahrung des über 800-jährigen kulturellen Erbes.
"Wir wollen zusammen leben und arbeiten, mit der alten und neuen Heimat", erläuterte der Vorsitzende, wie sich der Verein, nicht nur durch die Trägerschaft des Altenheims und des Adele-Zay-Kindergartens aktiv an der Gestaltung des Zusammenlebens im Ort beteilige, sondern auch durch die Pflege des Kulturgutes und der Errichtung des Turmes der Erinnerung. So sei das dörfliche Zusammenleben ein Zeichen zukunftsträchtigen Miteinanders, bei dem Alt- und Neubürger wechselseitig Anteil an den Traditionen der Nachbarn nähmen. Trotzdem wolle man die tiefe geistliche Verbundenheit mit der Siebenbürger-sächsischen Heimat bewahren.
Landrat und Schirmherr der Veranstaltung, Hagen Jobi, lobte die erfolgreiche Arbeit, die mustergültig von Toleranz und Nächstenliebe geprägt sei.

Wiehls stellvertretender Bürgermeister Wilfried Bast überbrachte die Glückwünsche der Stadt und unterstrich, vor dem Hintergrund der älter werdenden Bevölkerung, das weitsichtige Handeln der Hilfsvereins-Verantwortlichen.
Für das Innenministerium gratulierte Staatssekretär und Beauftragter der Bundesregierung für Aussiedlerfragen, Dr. Christoph Bergner: "Sie bewahren nicht siebenbürgisch-sächsische Traditionen, sondern Tugenden und senden ein ermutigendes Signal des Gedankenaustausches zwischen dort und hier".
Nach zwei gegenüberstellenden Vorträgen zum Thema Altenpflege in Oberberg und Siebenbürgen beschloss ein gemeinsames Mittagessen die Feierstunde.

Letzte Änderung: Freitag, 20.04.2012 10:34 Uhr

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