us. Wiehl. Spätestens seit dem Freispruch des ,unschuldig zum Tode verurteilten, US-Amerikaners Anthony Graves hat der Bekanntheitsgrad des Wiehler Menschenrechts-Hilfevereins Great Charity Action (GCA) enorm zugenommen. Ihr aktuelles Engagement gilt der kleinen Lussiana Salman, geboren am 11. September 2007, im rheinland-pfälzischen Bad Kreuznach. Drei Jahre nach ihrer Geburt wurde die Ehe der Tschechin Diana Salman, mit dem Libanesen Abbas Said Salman geschieden und das Sorgerecht beiden Elternteilen zugesprochen. Anlässlich der Wahrnehmung seines Besuchsrechts entführte der Vater seine Tochter am 25.08.2010 nach Majdal Zoun im Libanon.
Alle Bemühungen des Jugendamtes, der Staatsanwaltschaft Bad Kreuznach , des Bundesjustizministeriums und Außenministeriums, zur Rückführung von Lussiana blieben erfolglos, da die libanesische Republik nicht zu den Unterzeichnern der Haager Konventionen gehört und sich sowohl tschechische , als auch deutsche Behörden als nicht zuständig erklären. Die verzweifelte Mutter wandte sich im September 2011 an GCA, die über eine libanesische Rechtsanwältin Kontakt zum Vater aufgenommen hat. Dieser signalisiert auch die Bereitschaft, wieder nach Deutschland zurückzukehren, obwohl er hier mit Haftbefehl gesucht wird und die Strafverfolgung durch die deutschen Justizbehörden fürchten muss.
"Gemeinsam mit Diana Salman bemühen wir uns deshalb
darum, dass die Strafanzeige ausgesetzt wird und er ein neues Visum
bekommt. Außerdem brauchen wir Geld für
Rechtsbeistände, Flüge und erforderliche Dokumente, um
Lussiana wieder mit ihrer Mutter zusammen zu bringen"
erklärt Marina Vorländer, erste Vorsitzende der GCA, die
Strategie ihrer Bemühungen. Sehr wohl ist sie sich
darüber bewusst, dass der Gerechtigkeit so kein Genüge
getan wird, aber, "für uns steht hier, vor allem anderen,
das Kindeswohl im Vordergrund", betont die Aktivistin.
Für die kommenden Monate sind weitere künstlerische
Veranstaltungen geplant, um Hilfsgelder zu sammeln. Weitere Infos
unter www.gca-wiehl.de.


