bsp. Marienheide. Nach 23 Jahren wurde
Wolfgang Brodesser, bislang Geschäftsführer des
Kreiskrankenhauses Gummersbach, mit vielen Worten der Dankbarkeit
verabschiedet. Durchgeführt wurde die Feier im Zentrum
für Seelische Gesundheit der Klinik Marienheide, deren Aufbau
und Weiterentwicklung eine Herzensangelegenheit für Brotesser
war.
Anfänglich aber trat Brodesser 1967 nach erfolgreicher
Ausbildung in die Fußstapfen seines Vaters und startete seine
berufliche Laufbahn bei der Post.
Kurz darauf wechselte Brodesser zum Landschaftsverband Rheinland,
wo er erstmals auf Joachim Finklenburg stieß, der damals
stellvertretender Verwaltungsleiter der psychiatrischen
Landesklinik Köln-Merheim war.
Brodesser übernahm 1977 die Leitung der
Wirtschaftsabteilung. Eine berufliche als auch freundschaftliche
Verbindung entstand, die bis heute hält.
Nachdem Finklenburg 1982 als Geschäftsführer des
Herz-Jesu-Krankenhauses nach Lindlar wechselte, übernahm
Brodesser zusätzlich die stellvertretende Verwaltungsleitung.
1989 übernahm Brodesser mit Finklenburg, später alleine,
die Geschäftsführung des Kreiskrankenhauses.
Landrat Hagen Jobi betonte, dass Finklenburg sowie Brodesser ein
Glücksfall für das Kreiskrankenhaus Gummersbach gewesen
seien.
"Sie haben unter anderem neue Fachkliniken aufgebaut, auf ein
neues Finanzierungssystem umgestellt, Wirtschaftsdienste
ausgegliedert, Tochtergesellschaften gegründet und die
medizinische Versorgung der Menschen in der Region
sichergestellt", fasste der Landrat zusammen.
Doch ein Fachbereich lag Brodesser ganz besonders am Herzen -
die Psychiatrie. Vom ersten Spatenstich an bis zum Bau der neuen
Turnhalle, die pünktlich zur Verabschiedung fertiggestellt
wurde, hatte Brodesser den Auf- und Ausbau der Klinik Marienheide
begleitet.
Als "Architekt dieser Klinik" bezeichnete ihn Rainer
Drevermann, stellvertretender Pflegedirektor Klinikum Oberberg, und
lobte damit Brodessers Engagement.
Trotz der vielen Lobesworte blieb Brodesser bei seiner Rede
bescheiden und bedankte sich bei seinen Mitarbeitern. Er freue sich
jetzt vor allem auf die Zeit mit seiner Familie.
Die Nachfolge von Brodesser werden Magnus Kriesten und Sascha
Klein antreten, die das Klinikum Oberberg schon seit einigen Jahren
kennen. Magnus Kriesten, gelernter Jurist, fing 1997 als Assistent
des Geschäftsführers in Gummersbach an und übernahm
2002 die Leitung der Personalabteilung. Seit 2008 leitet Kriesten
das Kreiskrankenhaus Waldbröl. Sascha Klein, studierter
Informatiker und Wirtschaftswissenschaftler im Gesundheits- und
Sozialwesen, arbeitete seit 2003 als Systemadministrator für
klinische Anwendungssysteme am Kreiskrankenhaus Gummersbach. 2006
übernahm Klein die Assistenz des Geschäftsführers.


