Nach personeller Umstrukturierung startete Stefan Rank allein in
das vierte Rennen der Langstreckenmeisterschaft Nürburgring,
kurz VLN. Problemlos überstanden er und der Opel Corsa von
Rank Motorsport die vier Stunden. Am Ende feierte Rank einen
überlegenden Sieg mit Pokal und Punkten in einem grandiosen
Rennen.
"Wir haben uns einvernehmlich von Joel Lehnen getrennt",
so Rudi Rank, Teamchef von Rank Motorsport aus Waldbröl /
Wilkienroth noch vor dem Training zum 4. Rennen der VLN-Saison am
Nürburgring. "Es gab zu große Differenzen, was die
Einstellung zum Motorsport und die Leistung angeht - manchmal sind
getrennte Wege doch die besseren. Für beide Parteien."
Für Stammfahrer Stefan Rank bedeutete die Entscheidung des
Teamchefs vier Stunden alleine im Rennauto zu verbringen. Zuvor
stand jedoch das offizielle Zeittraining für Rank und die
anderen fast 180 Starter an. Insgesamt drehte der versierte
Rennfahrer drei Runden, um einen optimalen Startplatz für das
folgende Rennen herauszufahren. Stefan Rank: "Meine letzte
Runde war eigentlich optimal - eigentlich. Eine Unfallstelle wurde
mit doppelt gelb geschwenkten Flaggen abgesichert. Das heißt:
Tempo sichtlich drosseln und absolutes Überholverbot. Damit
haben ich reichlich Schwung verloren und die eigentlich gute Runde
war kaputt." Die von Stefan Rank eingefahrene Zeit
genügte jedoch für den ersten Startplatz der Klasse. Mit
mehr als 40 Sekunden Vorsprung hatte sich der Opel-Fahrer ein
solides Polster herausgearbeitet.
Rank fährt vor
Strahlender Sonnenschein begleitete die Fahrer über das
gesamte Rennen. Die angenehmen 25 Grad Außentemperatur
verdoppelten sich in den Rennautos rasch. Auch im Corsa von Rank
ließ die Hitze nicht lange auf sich warten. "Im Auto
herrschten schnell etwa 50 Grad, das zehrt schon arg an der
Kondition. Ich habe das Fenster einen Spalt geöffnet - auch
wenn es der Aerodynamik nicht von Vorteil ist." Ungeachtet der
hohen Temperaturen drehte Rank an der Spitze der Klasse V2 seine
Runden. Mehr noch: Er fuhr deutlich schneller als die Konkurrenz
und konnte so den Abstand auf die Verfolger kontinuierlich
anwachsen lassen. Er war mitunter bis zu einer Minute schneller und
konnte so noch vor Rennmitte mit der Überrundung der Verfolger
beginnen. "In Runde 13 erhielt ich von der Boxencrew die
Anweisung, zum Tankstopp rein zu kommen. In kürzester Zeit
wurde getankt, die Räder kontrolliert und ich erhielt was zu
trinken. Dann schickte man mich wieder auf die Strecke. Bereits
zwei Runden später erhielt ich erneut Signale von der
Boxenmauer: Ich sollte Tempo rausnehmen, um die Reifen zu schonen.
Das tat ich dann auch und schraubte meine Rundenzeiten wieder in
die Höhe. Mit niedrigen 11er Zeiten drehte ich meine Runden
und ließ die Konkurrenz wieder rankommen." In der letzten
Rennrunde, im Streckenabschnitt Breidscheid sah Rank die Konkurrenz
im Rückspiegel. Mit der Gewissheit, eine Runde Vorsprung zu
haben und gleichzeitig das Rennen in wenigen Minuten als Sieger zu
beenden, ließ er sich bereitwillig überholen. In der
folgenden Kurve jedoch verlor der Gegner mächtig Schwung. Rank
setzte zum Überholen an, wurde jedoch blockiert - weder rechts
noch links rum ließ der Gegner Platz. Es kam, was kommen
musste: Der Rank Opel fuhr auf das Heck des Konkurrenten auf -
völlig unbeabsichtigt und ohne Vorsatz. "Im Fahrerlager
haben wir die Sache geklärt: Der Kollege wusste nicht, dass er
eine Runde zurück liegt und dachte Platz eins erobern und
halten zu können. Ein Missverständnis, das passieren
kann."
Teamchef Rudi Rank ist mit der Leistung mehr als zufrieden:
"Endlich konnten wir wieder richtig angreifen und uns wichtige
Punkte in der Meisterschaftstabelle sichern. Das Ergebnis ist
für uns auch von Bedeutung, weil wir im Opel-Sportpokal
eingeschrieben sind. Stefan hat alles richtig gemacht, zur
richtigen Zeit schnell gefahren und zum passenden Zeitpunkt Gas
rausgenommen. Ich bin mit allem zufrieden, jetzt arbeiten wir auf
das nächste Rennen in 14 Tagen hin." In der Gesamtwertung
kam Rank als 95. ins Ziel.
Das nächste Rennen findet am 07. Juli 2012 statt, die
Renndistanz beträgt vier Stunden.Änderungen und
Irrtümer vorbehalten
"Endlich wieder Punkte und Pokal"
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